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Mein seltsamer Traum nach der Lektüre von H. P. Lovecraft:

Ich und ein anderer Mann (im Traum bin ich ein Mann), wir tragen Raumanzüge und stehen links und rechts auf den unteren Flügeln einer altern Fokker-Doppeldeckermaschine, an der wir mit irgendeiner Art von Gürteln oder Seilen festgeschnallt sind. Ich sehe unter mir die winzig kleine Erde. Es ist weder windig noch ist mir kalt, und ich kann durch das Cockpit, das nicht offen, sondern verglast ist, auf den Kopf des Piloten blicken. Wir sind alle per Funk miteinander verbunden. Der Pilot gibt irgendwelche Anweisungen durch, die ich nicht verstehe. Es rauscht und knistert in meinem Helm, doch meinen Kollegen auf der anderen Seite des Fliegers kann ich verstehen.


Die Maschine verliert an Höhe, wir fliegen durch Wolken hindurch, die ich mit meinen Schutzhandschuhen berühren kann. Ich wundere mich, dass sie so fest sind und nicht aus Dampf bestehen. Wir sind im Landeanflug, unter uns Koppeln oder Wiesen, ich sehe Hecken und Zäune, einzelne Bäume, das Land ist weit und flach. Wir landen vor einer Farm, es sieht aus wie in einem alten amerikanischen Film. Vor der Farm steht ein großer Wassertank oder ein Silo, daneben eine Art Ölbohrer. Alles ist schwarz-weiß oder bräunlich, es gibt keine Farben. Jetzt erst bemerke ich, dass wir gar nicht auf der Erde, sondern auf irgend einem anderen Planeten sind. Die Bäume sehen anders aus, rechtwinkliger, und statt Blättern haben sie überall kleine, durchsichtige Bälle, die wie Pusteblumen aussehen.


Wir steigen von den Tragflächen runter und nehmen die Helme ab. Der Himmel ist lila. Irgendwas blendet mich, ich kann die Augen nicht richtig öffnen. Wir gehen auf die Farm zu, dort stehen zwei riesengroße Adler in Blaumännern, vermutlich die Landwirte, sie haken Laub oder graben den Misthaufen um. Sie sprechen zu uns und erklären, was sie machen. Einer von ihnen führt uns zu einem großen Schweinestall, doch statt Schweinen sind dort Hunderte von Hunden mit ihren Welpen. In dem Stall ist eine Gruppe von Kindern mit kleinen Körben. Sie schnattern und lachen, es sieht aus wie ein Schulausflug auf den Bauernhof. Sie sammeln irgendwas vom Boden auf und legen es in ihre Körbe, etwas rundes, Äpfel oder Birnen. Ich gehe zu ihnen und frage sie, was sie hier tun. Ein kleines Mädchen zeigt mir ihren Korb, in dem 5 oder 6 kleine Welpen liegen. „Was macht Ihr denn mit den Welpen?“, frage ich das Mädchen. Sie schaut mich ungläubig an: „Na, die nehmen wir mit und braten sie. Das ist unser Mittagessen!“, sagt sie wie selbstverständlich, bückt sich und sammelt weitere kleine Welpen ein. Ich gehe wieder aus dem Stall und frage den Adler-Bauern, warum die Kinder Welpen essen. „Weil es hier kein Obst oder Gemüse gibt“, antwortet er. „Die Bäume tragen keine Früchte, und es gibt auch kein Gemüse. Wir pflücken die Bälle von den Bäumen und legen sie in die Ställe zum Brüten. Wir züchten Hunde zum Essen.“
Ich bin verwundert, gehe mit meinem Astronauten-Kollegen aus dem Stall ins Freie und wache auf.

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